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Die Insel Snöan ist mit ihrem vogelreichen Schärenhof eine der Perlen des Kvarken. Auch diese Inselgruppe hat ihren ganz eigenen Charakter. Landhebung und Beweidung schufen auf Snöan eine eigenartige Landschaft aus windgepeitschten Krähenbeerenheiden, riesigen Geröllfeldern und blühenden Strandwiesen.

 

Schärenhof von Snöan

Snöan ist die Hauptinsel des gleichnamigen Schärenhofes vor der Halbinsel Järnäs und vor Hörnefors. Snöan, heute die größte und höchste Insel des Schärenhofes, tauchte um das Jahr 0 als einsames, flaches Inselchen draußen auf dem Meer aus dem Wasser auf. 500 Jahre später wurde der Ostteil der Insel - Österskatan - von Robbenjägern und Fischern genutzt. Wenn man heute über das Heideland von Österskatan wandert, findet man auf den Geröllfeldern in Form von runden Steinwällen, die vorübergehende Behausungen umgaben, Spuren dieser Vorväter. Als der Westteil der Insel - Västeskatan - dem Meer entstiegen war, konnten die Jäger und Fischer in der Bucht zwischen den beiden Inselseiten einen geschützten Hafen anlegen. In der Senke zwischen Österskatan und Västerskatan können Sie bei einem länglichen Moor den alten Hafen mit Fundamenten und Stützen von Stegen sowie ein Labyrinth entdecken.

Im 16. Jahrhundert lag der Hafen wieder auf Österskatan. Zu der Zeit wurden auch all die Labyrinthe und Windrosen auf den Geröllfeldern angelegt.

Im 19. Jahrhundert wurde im südlichen Teil von Österskatan eine kleine Kapelle gebaut. Bis in die 1940er Jahre lebten Fischer, die auch Ziegen und Schafe hielten, auf Snöan. Das ist mit ein Grund dafür, dass die Insel noch immer so offen und von Heideland dominiert ist. Besonders stark von der Beweidung geprägt ist die Vegetation zwischen der Kapelle und dem Ufer. Doch allmählich beginnt sich junger Kiefernwald auf der Insel zu etablieren; in der Senke zwischen Österskatan und Västerskatan steht bereits geschlossener Kiefernwald. Auf den Heiden wachsen die Fichtengruppen aufeinander zu und bilden allmählich einen zusammenhängenden Wald.

An den Ufern der Insel Snöan findet man sowohl Partien mit Sanddornsträuchern als auch üppige Strandwiesen. Die Vogelfauna auf der großen Inselgruppe ist außerordentlich reich. Hier kommen zum Beispiel Gryllteiste (Cepphus grylle), Mittelsäger (Mergus serrator), Gänsesäger (Mergus merganser), Samtente (Melanitta fusca), Eiderente (Somateria mollissima), Bergente (Aythya marila), Schmarotzerraubmöwe (Stercorarius parasiticus) und Steinwälzer (Arenaria interpres) vor.

Die gesamte Inselgruppe ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Außerdem dürfen die Inseln Måkläppen, Gråskär und Pilhällrevet aus Gründen des Vogelschutzes vom 15. April bis 15. August nicht betreten werden.

Snöan ist im Rahmen des Denkmal- und Ensembleschutzes als von nationalem Interesse klassifiziert.

Foto: Jörgen Wiklund/N
Foto: Jörgen Wiklund/N
Foto: Jörgen Wiklund/N
Labyrinth auf Snöan mit der Insel Bonden im Hintergrund
Die kleine Kapelle von Snöan
Die Kapelle von Snöan ist ein Ort der Andacht.
     
Foto: Jörgen Wiklund/N
Foto: Jörgen Wiklund/N
Foto: Pekka Bader
Krähenbeeren-Teppiche und Fichtengruppen dominieren die Heidelandschaft auf Snöan.
Überreste einer Konstruktion zum Trocknen von Fischernetzen
Blühende Strandwiese auf Snöan


Texte: Anders Enetjärn, Lise-Lotte Molander
Übersetzung: Stefanie Busam Golay, Stilren
Layout & Illustrationen: Päivi Anttila
Webdesign: Fredrik Smeds, Freddi Com Oy Ab
Kontakt hinichtl. Inhalt und Aktualisierungen: info@kvarken.org